Montag, 3. Februar 2020

Methodenpluralismus in Kulinarischer Ethnologie und Ernährungssoziologie


Beitragsaufruf für ein Symposium der AG Kulinarische Ethnologie (DGSKA) und des Büro für Agrarpolitik und Ernährungskultur – APEK am 25. und 26.6.2020 in Kassel

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Projekte, die sich mit der Erforschung des Alimentären und des Kulinarischen aus ethnologischer und soziologischer Perspektive beschäftigen. Der 2018 herausgegebene Sammelband „Kulinarische Ethnologie - Beiträge zur Wissenschaft von eigenen, fremden und globalisierten Ernährungskulturen“ (Kofahl/Schellhaas) konnte als zeitgenössische Momentaufnahme ein Blick darauf eröffnen, wie vielfältig und auch transdisziplinär die Kulinarische Ethnologie gegenwärtig arbeitet. Es zeigte sich jedoch auch, wie bei vielen weiteren Lektüren und Tagungen, dass es keinen gemeinsamen Methodenkanon gibt und – was im Grunde noch bedauerlicher ist – vor allem keinen Austausch darüber, wie kulinarethnologisch und ernährungssoziologisch geforscht wird, welche Methoden und Methodologien hierbei aus welchen Gründen ausgewählt und angewendet werden. 

Wir wollen an diesem Punkt ansetzen und erstmals ein Symposium organisieren, an dem sich kulinarethnologische und ernährungssoziologische Forscherinnen und Forscher treffen, um ihre Forschung in Hinblick auf die angewandten Methoden bzw. Methodologien vorzustellen und gemeinsam zu reflektieren. Wer Interesse hat etwas beizutragen und in Austausch zu kommen über diesen „weißen Fleck“ in der kulinarethnologischen und ernährungssoziologischen Forschung, ist gebeten, Beitragsvorschläge mit max. 2000 Zeichen bis zum 28.2 an kofahl@apek-consult.de zu senden. Die Beiträge sollten folgende Aspekte thematisieren:
  • Was ist das spezifische kulinarethnologische oder ernährungssoziologische Erkenntnisinteresse der Forschung?
  • Welche Methode und/oder Methodologie wird dabei angewandt und warum gerade diese?
  • Wie trans- und interdisziplinär sind die Methoden? Wo gibt es Anknüpfungspunkte zu anderen Forschungsfeldern und -traditionen?
  • Wie verändert sich die Methode/Methodologie während des Forschungsprozesses bzw. wo zeigen sich die Grenzen und Potentiale der Methode/Methodologie in der konkreten Forschungspraxis mit dem Untersuchungsgegenstand?

Wir freuen uns über Einreichungen und stehen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Dr. Daniel Kofahl – Dr. Benedikt Jahnke – Dr. Sebastian Schellhaas


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